44 m² Solarthermie, 9.000 Liter Puffer, ein 25-kW-Holzofen – Bauzeit 2009/2010, fertig 2010 in Munderkingen. Konzept, Bau und Betriebserfahrung – offen dokumentiert als Wissensbasis für Fachpartner und Forschung.
Große Kollektorflächen, ein großvolumiger Pufferspeicher und eine intelligente Steuerung, ergänzt durch eine regenerative Nachheizung. Ziel ist Unabhängigkeit – ökologisch wie ökonomisch.
44 m² Solarthermie liefern Heizwärme und Warmwasser – ein Holzvergaser ergänzt im Winter.
Rund 9.000 Liter (≈ 8,5 m³) Pufferspeicher überbrücken sonnenarme Phasen und ganze Nächte.
Solarer Deckungsgrad für Heizung und Warmwasser über 65 % – nach Sonnenhaus-Institut-Prinzip.
Bauzeit 2009/2010, fertiggestellt 2010 – ausgelegt als Sonnenhaus nach den Förderrichtlinien 2009/2010. Geplant und umgesetzt mit System Sonne GmbH aus Rottenacker (Mitglied im Sonnenhaus-Institut). Schon die Leistungsbeschreibung von 2009 sah für die Südseite ein Indach-Solarsystem vor – die Kollektoren liegen also in der Dachfläche statt darauf.
Herzstück: 44 m² Solarthermie auf rund 9.000 Liter Pufferspeicher, ergänzt um einen 25-kW-Holzofen mit Wassertasche (Powall Ofka Sonne, rund 80 % der Wärme gehen in den Puffer) und einen 6-kW-Heizstab als Absicherung.
Jede Komponente mit Funktion und Betriebserfahrung – Bilder und Eckdaten stammen aus dem dokumentierten Betrieb seit 2010.
Zwei Kollektorfelder auf der Südseite – die Hauptquelle für Heizung und Warmwasser.
Niedertemperatur-Flächenheizung in allen Nutzräumen – Schlaufenabstand max. 20 cm, an der Südverglasung enger.
Speicher von Jenni – im September 2009 per Kran in den Rohbau gesetzt, bevor die Decke geschlossen wurde.
Regler, Solarstationen, Pumpengruppen und Ausdehnungsgefäße auf engem Raum.
Solar-Vor- und -Rücklauf mit DAB-Evotron-Pumpen und Thermometern – davor der Pufferspeicher.
Solarstation, Umwälzpumpen und Absperrarmaturen – davor der Pufferspeicher.
25 kW mit Wassertasche – der Großteil der Wärme geht in den Pufferspeicher, der Rest in den Wohnraum.
Rund 2–3 Festmeter Scheitholz pro Jahr versorgen den 25-kW-Ofen.
Vordruck und Prüftermine stehen handschriftlich am Behälter – die erste Eintragung stammt vom April 2010, die jüngste von 2024.
Dieser Regler steuerte die Anlage 16 Jahre lang – von der Inbetriebnahme 2010 bis zur Ablösung durch die TA-Steuerung 2026.
Nach 16 Jahren mit dem Hanazeder HLC-10 wurde die Regelung 2026 auf eine TA-Steuerung (UVR) umgestellt. Sie regelt Solarpumpen, Mischer, Heizkreis, Zirkulation und Solarventil – und macht das Zusammenspiel der Anlage wie folgt sichtbar:
Die Anlage heizt seit dem Winter 2010/11. Was seither passiert ist – Verbesserungen ebenso wie Reparaturen – steht hier vollständig. Genau das ist der Teil, den Nachbauende und Fachpartner sonst nirgends bekommen.
Erdarbeiten ab August 2009. Am 23.09.2009 wird der 9.000-Liter-Speicher von Jenni per Kran eingesetzt – vor dem Schließen der Decke.
Die Kollektoren werden in die Dachfläche eingebaut – nicht aufgesetzt, sondern als Teil der Dachhaut wie in der Leistungsbeschreibung vorgesehen.
Juni 2010 steht der Rohbau mit Kollektoren im Dach. Im Juli wird der Estrich aufgeheizt und die Anlage mit System Sonne in Betrieb genommen – „Heizen, bis der Mischer Richtung Sonne dreht.“ Ab dem Winter 2010/11 heizt das Haus solar.
Die Anlage arbeitet im geplanten Bereich: solare Deckung über 65 %, dazu 2–3 Festmeter Scheitholz im Jahr für die dunkle Zeit. Keine fossile Heizung, kein Gasanschluss.
Nachgerüstet: ein aufrollbares Sonnensegel von 7,5 × 4,5 Metern. Es bringt Schatten auf die Terrasse – und hält die Sommersonne von der großen Glasfront fern.
Glasbruch an einem Dachkollektor. Die Glasversicherung hat den Schaden nicht übernommen.
Die Anlage wird auswertbar gemacht, dazu ein Zeitschaltuhr-Konzept für den 6-kW-Heizstab. Parallel ein langwieriger Förderstreit mit BAFA/BfEE.
Trägerflüssigkeit im Solarkreis. Leckage geortet und repariert.
Defekte Leitung (2021), defekte Pumpe und Ventile (2022) – Verschleißteile, planbar ersetzt.
Feinjustierung der Regelung, Arbeiten an der Warmwasser-Zirkulation, laufende Anlagenpflege.
Nach 16 Betriebsjahren wird der Hanazeder HLC-10 durch eine TA-Steuerung (UVR) ersetzt. Über das C.M.I. lassen sich die Messwerte systematisch auslesen – die Grundlage für offene Daten auf dieser Seite.
Chronologisch geordnet – vom Rohbau 2010 über Schäden und Reparaturen bis zum heutigen Zustand. Jedes Bild mit Aufnahmejahr.
Weitere aktuelle Fotos folgen.
Seit der Umstellung auf die TA-Steuerung werden 15 Temperaturfühler und sechs Schaltausgänge lückenlos protokolliert – von den beiden Kollektorfeldern über die drei Pufferebenen bis zu Warmwasser, Zirkulation, Zimmerofen und Heizkreis.
Die Daten liegen vor – noch werden sie manuell ausgewertet. Geplant ist die automatische Anbindung: Das C.M.I. liefert die Werte per JSON-Schnittstelle (max. eine Abfrage pro Minute), ein kleines Dauerläufer-Gerät am Haus sammelt sie und stellt sie hier bereit.
16 Jahre Praxis, Messdaten und Erfahrungen – aufbereitet, damit Fachpartner und wissenschaftlich Interessierte schnell andocken und den Ausbau mit vorantreiben können.
Geschützter Bereich für Unterlagen, Detaildaten und Austausch.
Wir freuen uns über Austausch mit Fachpartnern, Forschenden und Sonnenhaus-Begeisterten.
Angaben gemäß § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG)
USt-IdNr. gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE361727954
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